Prinz Harry in Angermünde

Prinz Harry besuchte Brandenburg auf einem Geheim-Trip. Die Jagd in Görlsdorf soll der britische Adelsspross genossen haben. Er will wiederkommen.

Der Adel zu Gast in der Uckermark: Prinz Harry flog am Ende der vergangenen Woche nach Deutschland. Eine offizielle Reise war aber nicht vorgesehen. Das Ziel des fünften der britischen Thronfolge war Görlsdorf, ein Ortsteil im uckermärkischen Angermünde. Dort ging er der Zeitung „Dailymail“ und der „Bild“ zufolge mit neun Bekannten jagen. Sie schlossen sich einer Gruppe von 60 weiteren Jägern für zwei Tage des Blutsports an. Die „Dailymail“ verwendet den Begriff „blood sport“, was eine bestimmte Form der Jagd in Großbritannien ist.

Insgesamt 15 Wildschweine soll die Truppe bei der Jagd getötet haben. Noch nicht bestätigt ist, ob Prinz Harry selbst eines oder mehrere Tiere erlegt hat. Der Prinz folgte der Einladung des Erbprinzen Franz-Albrecht Oettingen-Spielberg, der ein großes Revier bei Görlsdorf besitzt. Die beiden Adeligen sind gut miteinander befreundet.

Prinz Harry soll das Wochenende laut einer Quelle der „Dailymail” zufolge „genossen” haben. „Vom Klang des Horns über die Schnaps-Verköstigung zu Beginn bis hin zur eigentlichen Jagd. Er sagte, dass er auf jeden Fall wiederkommt.”

Quelle: Nordkurier Online, 12.12.17

Novemberspaziergang am Wolletzsee

Sonntagsspaziergang

Am Wochenende hat es zwar ab und an geregnet, dennoch wollte ich zum Wolletzsee, um einige Fotos für Euch zu machen. Ich bin immer wieder fasziniert von den wunderschönen Farben -trotz des grauen Himmels – die man in dieser Jahreszeit bewundern kann.

Immer wieder schön am See
Der perfekte Ort um abzuschalten.
Die Adlerquelle mit magischem Wasser

Jedes Mal, wenn wir am Wolletzsee spazieren gehen, wandern wir auch zur Adlerquelle und nehmen einen Schluck vom eisenhaltigen Wasser. Ob es schön macht und das Altern aufhält? Keine Ahnung, was das Wasser alles kann. Ich mache es, weil es mir Spaß macht.

 

Eisenhaltiges Wasser, das magische Kräfte besitzt
Die Adlerquelle am Wolletzsee

Was Ihr hier auf dem Bild seht, sind eisenoxidierende Mikroorganismen (vereinfacht: Eisenbakterien), die durch den Oxidationsprozess Energie gewinnen. Ich finde, es sieht einfach schön aus.

Eisenbakterien in der Adlerquelle
Eisenbakterien sorgen für tolle Effekte.
Grauer Himmel und schimmerndes Wasser.
Tolle Kombination mit wunderschönen Farbeffekten.
Zurück zum Ausblick
Die Vielseitigkeit der Uckermark
Da fühlt man sich wie in den Bergen. 🙂
Und ein kleiner Blick in unseren Garten
Der Graf auf Futtersuche
Der Graf im Garten.
Sonnenblumenkerne als Glückspille für Meisen
Am liebsten futtern sie alle die Sonnenblumenkerne
Der Eichelhäher im Garten
Die Gräfin mag noch nichts essen.

Der Grumsiner Forst im Herbst

Trotz Xavier – Schöne Stunden in der Uckermark

Geschwisterschwäne in der herbstlichen Uckermark
Geschwisterschwäne im Herbst
Die Perfektion der Natur
Wunderschöne Baumverwachsung im Grumsiner Forst
Pilze, Pilze, überall Pilze
Pilzzeit, nur was sind das für Pilze?
Was ist das für ein Pilz?
Essbar oder giftig?
Nach dem Sturm
Die Ruhe nach dem Sturm im Grumsiner Forst
Xavier unterwegs durch den Grumsiner Forst
Xavier hat auch im Grumsiner Forst gewütet.
Spinnennetz im Grumsiner Forst
Die Schönheit eines Spinnennetzes

Besuch im Garten

So schön kann der Herbst sein

In unserem Garten geht es rege her. Ein kleines Schlemmerparadies für Vögel. Das ausgelegte Futter sorgt für viele kleine und große Besucher, die den Winter in der Uckermark verbringen werden. Hier ein paar Schnappschüsse.

Unser Graf im Garten
Unser Graf
Rotkehlchen sucht Futter im Garten
Rotkehlchen im Herbst
Meise im Garten
Kohlmeise im Kirschbaum

Ich hoffe, dass ich die Rehe, die ab und an durch unseren Garten huschen, ebenfalls noch vor die Kamera bekomme.

Landmanufaktur „Königin von Biesenbrow“

Äpfel, Äpfel und noch mehr Äpfel?

Fragt man das Internet, wie viele Apfelsorten es in Deutschland gibt, ist die Antwort nicht besonders aufschlussreich. Professorin Google bekommt echte Schwierigkeiten, wenn es um präzise Zahlen geht. Warum das so ist, erfuhren wir, als wir die „Königin von Biesenbrow“ besuchten: „Seit hunderten von Jahren züchten wir auf der ganzen Welt neue Apfelsorten oder erfreuen uns an Zufallssämlingen. Aber seit 40 Jahren rotten wir systematisch oder durch gesteuertes Käuferverhalten diese Sortenvielfalt wieder aus“, erklärte uns Mathias.

Die Großstädter Yvonne und Mathias Tietze zogen 2009 nach Biesenbrow. Dort kauften sie einen alten Hof, den sie liebevoll restaurierten und auf dem sie vier Jahre später mit der Gründung ihrer Landmanufaktur „Königin von Biesenbrow“ begannen. Da wir selbst aus der Großstadt geflohen sind, um in der Uckermark noch einmal neu anzufangen, können wir die beiden gut verstehen.

Yvonne Tietze ist glücklich in der Uckermark
Yvonne Tietze fühlt sich in der Uckermark wohl und zuhause.
Eine Leidenschaft wird zum Beruf

Mathias und Yvonne lieben die Reichhaltigkeit der Sorten und finden den Apfel spannend, weil er mit vielen Duft- und Geschmackstoffen immer wieder ein neues Gaumenerlebnis zaubert. Seit Kindestagen ist der Apfel ihre Lieblingsfrucht. Das wussten auch Freunde der Neu-Uckermärker und stellten bei einem guten Essen ein selbst gemachten Apfelwein auf den Tisch. „Wir waren von dem Geschmack gleich angetan und wollten so einen Wein auch selbst herstellen“, erzählte uns Yvonne und ihre Augen spiegeln das Gefühl wider, das sie damals hatte. „Wir haben dann auf Radtouren Äpfel gepflückt und daraus Apfelwein hergestellt.“, erklärte uns Yvonne und verzog dabei das Gesicht. Zufrieden war sie mit dem Ergebnis nicht. Norbert und ich haben auch im ersten Jahr mit dem Sammeln von Äpfeln angefangen und sie beim Jugend-Ökohof in Crussow mosten lassen. Während Norbert abends gerne eins unserer selbstgebrauten Biere trinkt, verdünne ich mir ein Glas Apfelwein mit Selter und einigen Spritzern Zitrone. Für den Hausgebrauch kann man ihn trinken.

Yvonne und Mathias wollten aber mehr. Sie wollten einen ganz besonderen Wein kreieren. Den Beiden wurde klar, dass sie die unterschiedlichen Apfelsorten besser kennenlernen mussten, was wirklich nicht einfach ist. Auf den Plantagen findet man heutzutage nur noch Elstar, Jonagold, Breaburn, Golden Delicious und Granny Smith. Ausgefallene, ältere Arten, sind noch in kleiner Stückzahl in Gärten oder an Straßenrändern zu sehen, weil sie dort vor Jahrzehnten einmal angepflanzt wurden. So kam, was kommen musste, die beiden Kernobst-Liebhaber bauten ihre eigene Apfelbaumplantage auf. Zurzeit sind es 2500 Bäume, mit 240 handveredelten Sorten, die für die Verarbeitung zu Saft, Wein und Crémant aber auch als Gendatenbank dienen. Durch die Beschäftigung mit dem Thema, wurden die selbst hergestellten Weine auch immer besser. „Mittlerweile produzieren wir für Genießer des Apfels über 30 verschiedene sortenreine Direktsäfte und als Krönung einen Apfelschaumwein, den Crémant.“, erzählte Mathias uns stolz. Mit diesem Angebot kann jeder selbst einmal probieren, wie der Saft eines Moringer Rosenapfels, Dalincos oder Goldparmäner schmeckt, was wir auch gleich getan haben. Nach Ruhm den Siegern, Delbarestivale und Finkenwerder Herbstprinz musste ich aber aufgeben. Zu viel Säure für einen Tag. 🙂

Ein guter Crémant braucht seine Zeit.
Mathias im Weingewölbe, wo der Crémant gelagert wird. Fotos (2): Stefan Klenke
Klares Nein zum SmartFresh-Verfahren

Yvonne und Mathias pflücken die meisten Äpfel für ihre Getränke selbst, überprüfen sie auf schadhafte Stellen und mosten nur mit sehr geringem Druck. Da die eigene Plantage jedoch noch nicht genügend Früchte abwirft, haben sie Verträge mit Apfelplantagen ihres Vertrauen geschlossen. Besonderen Wert legt das Ehepaar darauf, dass Äpfel von Zulieferern, nicht mit dem sogenannten SmartFresh-Verfahren behandelt werden. Denn hierbei werden die Früchte mit Methylcyclopropen (MCP) begast. Dieses Gas blockiert das Nachreifen. Die Methode wurde vom Bundesinstitut für Risikobewertung und dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit als unbedenklich eingestuft und muss nicht deklariert werden. Solche Äpfel wollen die beiden Biesenbrower nicht haben und ich muss gestehen, dass mich diese kleine Aufklärung gruselt. Seit ich von dem Gas weiß, mache ich einen hohen Bogen um Supermarktäpfel.

Eine der leckeren Crémant-Flaschen lagert nun auch in unserem Keller. Wir warten auf das gute Sommerwetter, damit wir ihn schön mit unseren Nachbarn im Garten genießen können.

Der Hofladen und der schöne Garten zum Verweilen, Kuchen essen und Apfelsaft trinken haben am Wochenende geöffnet. Die genauen Öffnungszeiten erfahrt Ihr hier.

 

Ohne Worte – Impressionen von Hartmut Babst

Hartmut Babst hat Lust auf die Uckermark

Deshalb hat er seine Kamera bei seinen Streifzügen immer dabei. Heute möchte ich euch einige seiner Bilder zeigen. Kommentarlos, ohne Worte, einfach nur genießen.

Mehr Fotos und Eindrücke erhaltet ihr hier: www.lust-auf-uckermark.de

Landschaft in der Uckermark

Sauna und Sternenhimmel

Mal eben mit den Schlappen in die Sauna

Natürlich habe ich das nicht gemacht! Ich muss gestehen, die Idee hat mir allerdings ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, als ich mich gedanklich mit Schlappen und Bademantel bekleidet die Birkenallee runterwandern sah. Hier und da ein freundlicher Gruß in die Nachbargärten, Badetuch im Arm und rein ins Hotel.

Letztes Jahr eröffnete am Ende unserer Straße (Ecke Puschkinallee/Birkenallee) die „Kranich-Insel“. Eine kleine Wellness-Oase mit vier Saunen, Ruheraum, Kneipp-Fußbad, Erlebnisdusche, Eisspender. Perfekt!

Die nette Begrüßung

Vorab haben wir uns angemeldet und standen (im ordnungsgemäßen Straßenoutfit) eine halbe Stunde später am Empfang des Flair Hotels Weiss. Wir wurden sehr nett begrüßt, uns wurde alles genau erklärt, dann bestellten wir noch ein Gläschen Sekt, zogen uns um, duschten und huschten erst einmal in die Heusauna.

Die ersten Saunagänge

Es roch herrlich nach getrockneten Gräsern und Kräutern. Die Temperatur war mir etwas zu lau, ich brauch´ die ganz harte Tour, darum entschied ich mich im Anschluss, noch schnell in die Finnische Sauna zu schlüpfen. Norbert war auch nicht abgeneigt, weil es hier einen Aufguss gab. Natürlich muss man den selbst vornehmen. Ätherische Öle und ein Wassereimer werden jedoch zur Verfügung gestellt. Resultat: Wir hielten noch genau 7 Minuten aus, dann mussten wir raus. Der Sekt stand für uns schon bereit und nachdem wir die Wellnessdusche ausprobierten und noch einmal knallhart das eiskalte Wasser aus dem Schwalleimer über uns ergehen ließen, ging es in den Ruheraum mit Panorama-Kuppel zum entspannen. Ich muss zugeben, ich hatte am Anfang etwas Mühe, den Liegestuhl richtig einzustellen und ich war froh, dass wir alleine waren, weil ich mich vor Lachen nicht mehr halten konnte, als der Stuhl nicht das machte, was ich wollte. Ein Beweis, dass ich absolut entspannt und glücklich war, sonst hätte ich mich über das dämliche Ding geärgert. Was jedoch auch Quatsch gewesen wäre, da es zwei Arten von Liegen im Ruheraum gibt. Ich hätte nur tauschen müssen.

Runde zwei: Salzgrotte und Bio-Sauna

Nach dem kleinen Päuschen ging es in die Salz-Sauna und im Anschluss gleich in die Bio-Sauna und dann wieder in den Ruheraum, weil ich den Ausblick so toll fand. Ich hätte da den ganzen Abend liegen und die Sterne beobachten können. Aber um 22 Uhr war Schluss mit lustig. Unsere drei Stunden waren um und es wurde Zeit, nach Hause zu gehen.

Kompett entspannt, wanderten wir durch unsere Straße zurück ins gemütliche Heim und freuten uns auf dem Weg nach Hause schon auf den nächsten Saunaabend in der „Kranich-Insel“. Denn nun fühlten wir uns, als ob wir selbst gerade in der Uckermark Urlaub machen würden. Vielleicht kommt Ihr bei Eurem Aufenthalt in unseren Ferienwohnungen von einer langen Radtour nach Hause und möchtet auch so ein schönes Abendprogramm genießen? Wir können Euch auch das Essen im Flair Hotel Weiss empfehlen. Das rundet den perfekten, romantischen Abend noch richtig ab, bevor es zurück in unsere Buntsprechtnester geht.

KRÄUTERWISSEN IST KEIN GEHEIMWISSEN

Wildkräuterwoche vom 29. April bis 7. Mai im NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle

Wildpflanzen gedeihen in erstaunlicher Artenvielfalt am Wegesrand. Durch jahrelange intensive Landwirtschaft ist diese Artenvielfalt gefährdet. Dabei sind Wildpflanzen unverzichtbar dank reicher Inhaltsstoffe und gesundheitsfördernder Eigenschaften. Das wussten schon die Kräuterfrauen im Mittelalter, deren hilfreiches und kostenloses Wissen jedoch mit aufkommender Naturwissenschaft verdrängt und von der heutigen Pharmaindustrie kommerziell vermarktet wird. Deshalb widmet das NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle eine ganze Woche den Wildkräutern – zum kennenlernen, schnuppern, probieren und informieren.

Während der gesamten Woche bietet unser Restaurant „Zum grünen Wunder“ spezielle Gerichte mit Wildkräutern an wie Wildkräutersalat, Sauerampfersuppe und Wildkräuterburger. Zur Veranstaltung am 30. April gibt es außerdem eine extra für uns hergestellte Wildkräuterbratwurst frisch vom Grill. Unterkünfte für das verlängerte Maiwochenende in Angermünde sind noch frei.

30. April (Sonntag, 11-17 Uhr)
Kräuterwissen ist kein Geheimwissen

Unter dem Thema dreht sich einen ganzen Tag lang alles um Heilpflanzen, Küchenkräuter und Unkräuter.
Gleichzeitig eröffnen wir an diesem Tag die Kürbis-Saison.
Programm:
11-13.30 Uhr: Heilkräuter und ihre Bräuche  Informationen zur traditionellen Verwendung von Heilkräutern – mit Joanna Pakura

13-14 Uhr: Mai-Ansingen und Maibaumaufstellen

14-15.30 Uhr: Wie schön blüht uns der MaienBegegnung mit der Birke und anderen frühlingshaften Winteraustreibern – mit Marina Delzer    (Kräuterspaziergang incl. Kostprobe  10 €)
15.30-17.00 Uhr: Start in die Kürbis-Saison 2017 mit Verkauf eines Kürbispflanzen-Starter-Sets von VERN.

5. Mai (Freitag, 16-18 Uhr)
BLUMBERGER MÜHLENGESPRÄCHE – Die Uckermark als Kräuterregion

7. Mai (Sonntag, 14-17 Uhr)
Familientag „Blütentraum und Kräuterküche“

Nähere Information unter: Blumberger Mühle in Angermünde

(Quelle: Cornelia Jentzsch, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Blumberger Mühle)

Wie sieht es denn hier aus? …

… Einfach nur schön!

Dieser Imagefilm zeigt, wie schön die Uckermark und speziell Angermünde mit seinen Seen, Wäldern und dem historischen Stadtkern ist.

Schaut mal rein und überzeugt Euch selbst. Die großzügige Landschaft der Naturschutzgebiete und die vielen Wander- und Radwege sorgen dafür, dass das Hirn mal wieder richtig durchgepustet wird. Für die passende Unterkunft sorgen wir.

„Haus am Strom“ in Stützkow

An der Grenze zum Nationalpark Unteres Odertal

Nationalpark Unteres Odertal
Blick vom Richterberg über Polder und Felder

Das idyllische Dorf liegt direkt am Oder-Neiße-Radweg und gehört zur Gemeinde Schöneberg. Mit seiner wunderschönen Lage an der Grenze zum Nationalpark Unteres Odertal und der ruhigen Fahrradstrecke entlang der Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße, ist Stützkow der ideale Ort, um ein bisschen innezuhalten und vom Richterberg ins Tal zu blicken. Das Auge schweift über Polder und der abwechslungsreichen, eiszeitlich geprägten, reliefartigen Landschaft des Oderbruchs direkt nach Polen.

Mit dem Fahrrad nach Stützkow

Mit dem Fahrrad gelangt man vom „Weg der Auenblicke“ über die „Galingbrücke“ direkt in den Dorfkern mit seiner Kirche. Hier stand vor dem Dreißigjährigen Krieg noch eine Feldsteinkirche und ab 1748 eine Fachwerkkirche, die jedoch 1986 wegen Baufälligkeit abgerissen wurde. Da die rund 50 einwohnerstarke Dorfgemeinschaft nicht auf ein Gotteshaus für Festlichkeiten aller Art verzichten wollte, errichteten die Bürger Stützkows aus eigener Kraft eine neue Fachwerkkirche und tauften sie „Haus am Strom“.

Fachwerkkirche Stützkow LK Oder-Welse
Fachwerkkirche in Schöneberg im Ortsteil Stützkow

Die kleine Fachwerkkirche

Im „Haus am Strom“ kann der Gast bestaunen, was die Willenskraft der Einwohner eines Dorfes bewirken kann. Bei den Fundamentarbeiten stieß man auf den alten Fußboden der ehemaligen Dorfkirche aus dem Jahre 1748 und verkaufte diesen an die Prenzlauer Denkmalpflege für 10.000 DM. Geld, das dringend notwendig war, um das Bauvorhaben innerhalb der vorgesehenen Zeit realisieren zu können. Um weitere Hilfe zu erhalten, wurden Spendengelder und Materialien gesammelt. So stammt der Säureplatten-Fußboden noch aus alten DDR-Tagen. Die Glastür im Eingangsbereich und die Lampen im Inneren wurden vom Palasthotel Berlin zur Verfügung gestellt. Die Bestuhlung wurde von den Ückermärkischen Bühnen gespendet, die Kerzenständer stammen aus dem Schwarzwald. Von der alten Feldsteinkirche blieben Eingangstür, Wetterfahne, Glocke und eine alte Wandtafel erhalten und bekamen einen angemessenen Platz im neuen Gebäude.

"Haus am Strom" LK Schöneberg
Der Innenraum der Kirche „Haus am Strom“

Veranstaltungen in Stützkow

Das Erbpachtrecht auf das Grundstück läuft noch 60 Jahre. In dieser Zeit werden noch viele Veranstaltungen in der Kirche stattfinden. So findet am 17. Mai ab 15 Uhr das jährliche Brückenfest statt. Wer zufällig vorher schon durch Stützkow radelt oder wandert, wird nicht ohne Wurst und Getränk stehengelassen. Die Stützkower sind gastfreundliche und gesellige Frohnaturen. Das Fest ist das Highlight des Spätfrühlings und wird in diesem Jahr mit Leierkasten-Musik unterlegt. Der Rheinsberger Hans-Norbert Gast spielt auf seiner speziell für ihn angefertigten Drehorgel klassische Musik genauso gerne, wie die Songs von den Beatles oder Altberliner Melodien. Am 14. Oktober wird dann ab 15 Uhr gebowlt und am 18. November findet ab 18 Uhr der beliebte Spieleabend statt. Wer möchte kann mit den Stützkowern Rommé spielen oder Skat kloppen. Besinnlicher wird es dann zur Weihnachtszeit. Am 03. Dezember lädt das „Haus am Strom“ zu Kaffee und Kuchen ein. Der Criewener Chor singt ab 15 Uhr weihnachtliche Lieder und erfüllt die Kirche mit christnächtlicher Atmosphäre.

Ehepaar Storch nistet im Mai ein

Außerhalb der Veranstaltungen ist die Kirche „Haus am Strom“ nicht geöffnet. Vorab können sich Gruppen, Familien und Einzelpersonen bei der Schriftführerin oder dem Vorsitzenden des gleichnamigen Vereins anmelden. Für Gruppen ab 12 Personen wird auch gerne Grillgut, Grill und Getränke zur Verfügung gestellt. So können unvergessliche Stunden in der wundervoll friedlichen Natur erlebt werden. Ab Mitte Mai wird das Ehepaar Storch ihren Gastauftritt in Stützkow haben und ein bis drei neue Stützkower aufziehen. Diese werden zwar im Herbst den Heimatort mit kräftigen Flügelschlägen wieder verlassen, kommen aber immer gerne zurück, um ihre eigenen Jungvögel am Hang aufzuziehen. Genauso, wie auch alle anderen Gäste gerne wiederkommen.

Presserummel in der BZ

Stützkow ist ein Ort, der durch seine eigenwilligen, starken aber nicht starrköpfigen Bürger bereits Presseruhm erlangte und es bis in die BZ schaffte. Grund dafür war das eigenmächtige aber berechtigte Handeln des ehrenamtlichen Bürgermeisters der Gemeinde Schöneberg, der mit einem Trupp Freiwilligen die Straßenbeleuchtung in Stützkow verbessern und gleichzeitig günstiger gestalten wollte. Mit gesponserten LED-Leuchtmitteln ausgestattet kletterte der Elektro-Fachmann und Bürgermeister Manfred Schröder mit seinen Helfen von Laternenmast zu Laternenmast und tauschte die teure und altersschwache Straßenbeleuchtung aus. Kostenfrei und ohne Bürokratie! So verhalf er der Gemeinde zu jährlichen Einsparungen im vierstelligen Bereich. Doch der Amtsdirektor des Amtes Oder-Welse sah dies anders. Er stoppte das Unternehmen, wollte die Erneuerung der Beleuchtung erst einmal zur Ausschreibung bringen und dann die teuren Kostenvoranschläge in Ruhe prüfen. Hierfür wurden schon im Vorfeld Amtsgelder unnötig verschwendet. Dem ehrenamtlichen Bürgermeister wurde dies alles zu bunt. Wütend trat er zurück. Dies hatte außerdem zur Folge, dass die Schöneberger bei der nächsten Amtsreform nach Schwedt wechseln wollen, in der Hoffnung, dort auf mehr Zustimmung zu stoßen, wenn sie die Lebensbedingungen der Dorfbewohner eigenmächtig und geldsparend verbessern wollen.

Schriftführerin Marlies Stegmann, Telefon: 033338-70389

Vorsitzender Günter Dittrich, Telefon: 03332 – 413616

Angeltageskarten gibt es vor Ort bei Manfred Schröder im Vereinshaus, Bergstraße 2.