Haus Uckermark

In einem der ältesten Fachwerkhäuser Angermündes eröffnete im Sommer 2020 das neue Museum. Das „Haus Uckermark“ befindet sich direkt am historischen Marktplatz im Hohen Steinweg 17/18 und beherbergt zusätzlich die Tourist-Information.
Das im Jahr 1694 erbaute Haus wurde drei Jahre restauriert und umgebaut. Das Museum weist eine reiche Sammlung zur regionalen Geschichte und Archäologie sowie Objekte zum Schaffen des Schriftstellers Ehm Welk.

Historische Funde aus der Uckermark

Ringenwalde – ein Ort des Wohlbefindens

Es gibt Orte, da fühlt man sich gleich zu Hause. Ringenwalde ist so ein Ort. Nicht nur, dass man sich hier vor oder nach einer Wanderung in zwei tollen Restaurants stärken kann, das Dorf ist auch liebevoll gestaltet und man spürt sofort, dass hier die Einwohner*innen ihren kleinen Flecken lieben.

Hier gibt es einen alten und schon sehr verwachsenen Lenné Park, der seinen eigenen Charme besitzt und von dem man direkt zum Riesenstein gelangt.

Norbert und ich sind ja absolute Stein- und Baumfans, deshalb sind wir genau richtig in unserer Wahlheimat der Uckermark.

Nachdem wir also den Riesenstein besucht haben, ging es weiter zu den Hügelgräber der Bronzezeit.

Ein friedvoller Ort, der scheinbar seit der Bronzezeit unverändert liegt. Hier wird man sich bewusst, dass wir dem Bronze-Menschen sehr ähnlich sind. Eine Tafel erzählt die Geschichte der Hügelgräber, die ich deshalb hier nicht wiedergeben werde. Es muss ja auch etwas spannend für euch bleiben 🙂

Bevor wir zurück nach Angermünde gefahren sind, haben wir noch einen weiteren Friedhof besucht. Den von der Familie von Ahlimb, deren Schloss 1945 von der SS gesprengt worden ist. Auch hier findet ihr eine Tafel mit den wichtigsten Informationen, darum werde ich auch hierzu nichts verraten.

(Die Streckenführung unserer Wanderung ist hier zu finden)

Das neue G auf unseren Wanderwegen!

In die Weite blicken, Pferde beobachten, durch Wälder streifen und nebenbei Kunst genießen. Die Uckermark bietet Erholung und Entschleunigung und das zum Nulltarif, weil die wunderschöne, vielseitige Natur direkt vor der Haustür liegt. Im August 2020 wurde der neue Genusswanderweg durch das Biobiosphärenreservat Schorfheide-Chorin, entlang des Weltnaturerbes Buchenwald Grumsin und die neue WelterbeBus-Linie vom Bahnhof Angermünde nach Altkünkendorf und zurück eingeweiht. Wir waren eingeladen, mitzufahren und mitzuwandern und können euch so einen Einblick bieten.

Das türkise G steht für den Grumsiner-Genusswanderweg, der durch seine facettenreiche Wegführung etwas ganz Besonders ist. Das Wort Genuss soll hier auch die Einkehrmöglichkeiten auf der Strecke widerspiegeln, doch davon sind wir persönlich nicht überzeugt, wegen der schlechten/unregelmäßigen Öffnungszeiten oder einem Angebot, dass vorab abgesprochen werden muss. Unser Tipp: nehmt Essen und reichlich zu trinken mit.

Wanderstrecke zum Luisenhof.
Louisenhof. Kunst, Eis und Getränke. Im August geschlossen! Besser vorab anrufen.
Buckowsee

Ihr könnt die Streckenlänge selbst wählen. Sind euch 17 Kilometer zu lang, dann lasst den Abstecher nach Schmagendorf sein und reduziert die Strecke auf 14 Kilometer. Oder ihr macht es wie wir und fahrt ein Stück des Weges mit dem Weltnaturerbe-Bus.

Der Schwarze See

Bitte denkt daran, die Natur ist schützenswert. Sie braucht uns nicht, wir brauchen aber sie. Nehmt alles wieder mit, was ihr bei euch habt und verliert unterwegs keinen Müll.

Einkehr in der Grumsiner Brennerei. Vorab besser kurz anrufen und vorbestellen.
Kirche in Altkünkendorf. Kleiner Aufenthalt, der sich lohnt.
Der Info-Point in Altkünkendorf. Hier erfahrt ihr mehr über den Grumsin, bevor der Bus zurück nach Angermünde fährt.

Märchenhaft und auch ein wenig gruselig schön

Am Wochenende brauchten wir eine Portion Vitamin D und sind deshalb in unseren Lieblingswald gefahren. Er liegt in Oderberg. Von Angermünde fahrt ihr in Richtung Oderberg und biegt rechts nach Oderberg-Neuendorf ab. Links geht es nach Hohensaaten (auch schön). Wir parken an der Wehrkirche und wandern dann die Strecke mit dem grünen Wanderpunkt.

Wehrkirche
Beginn der märchenhaften Wanderung

Ein Rundweg von ca. 3,5 Kilometer, der es aber in sich hat. Der Weg ist nicht nur hüglig, man muss auch hin und wieder über Bäume steigen, die den Weg versperren. Aber genau das macht den Rundweg so interessant. Nach einiger Zeit gelangt ihr in den oben genannten Lieblingswald von uns im Naturschutzgebiet Breite Fenn. Wir haben ihn „Wald der Vergänglichkeit“ getauft, weil er so mystisch wirkt. Abgestorbene oder jahrhundertealte Bäume wirken hier magisch. Fast spürt man die Erlebnisse vergangener Zeiten. Ehrlich gesagt, nachts möchte ich dort nicht sein, ich glaube es spukt da.

Ihr glaubt mir nicht? Dann überzeugt euch selbst. Am besten nehmt ihr die kleine Wanderkarte „Rund um Oderberg“ aus der Reihe Kaiserkarten mit. Dann seid ihr auch gewiss aus dem Wald heraus, bevor die Sonne untergeht und die Geschöpfe der Nacht ihr Unwesen treiben.

Nehmt euch noch etwas Zeit für die amerikanischen Laubbäume, die ebenfalls am Wanderweg mit dem grünen Punkt wachsen.

Kajaken auf dem Wolletzsee

Wir waren am Wochenende mit Freunden zum „Ab“kajaken unterwegs und möchten euch auf den Geschmack bringen. Am Strandbad Wolletzsee könnt ihr euch SUP-Boards, Tret- und Ruderboote leihen oder ihr bringt euer eigenes Kajak oder Kanu mit und erfreut euch der tollen Landschaft.

Der Uferbereich ist stark bewaldet, die Natur zeigt sich von ihrer schönsten Herbstseite, am Himmel wechseln sich Wolken und Sonne ab, der Wind ist lau, nur wenige Angelboote sind auf dem See, dafür ganz viel Ruhe und Frieden.

Wir fahren an der kleinen Insel vorbei und erblicken am Nordufer die Rehaklinik (ehemaliges Jagdschloss), erbaut Anfang des 19. Jahrhunderts. Hinter den beiden größeren Inseln öffnet sich der See nach Westen. Hier wird die typisch uckermärkische Hügellandschaft sichtbar. Auf dem Rückweg geht es an den bunten und immer wieder schön anzusehenden Datschen vorbei. Davor befindet sich das Strandbad, wo ihr euch Stand-Up-Paddle-Boards, Tret- oder Ruderboote ausleihen könnt. Achtet dabei aber bitte auf die Natur und seid behutsam!

Schnabeltassen für hungrige Gartenbesucher

Am Wochenende haben wir wieder einige Vogelfutterstationen gebastelt und aufgehängt, denn der Winter ist noch nicht vorbei. Macht bitte alle mit, damit das Zwitschern im Garten nie aufhört. Wir haben ein Video für euch gemacht, wie ihr die Schnabeltassen ganz einfach selbst herstellen könnt.

So kommt Stimmung in den Garten.

Hauptsächlich sollte das Futter aus Sonnenblumenkernen und Hanfkörnern bestehen. Beide Samen sind wegen ihres hohen Ölgehalts sehr beliebt. Weitere Beimischungen: Hirse, Mohn, Distelsamen, Haferflocken, Bucheckern, Getreidekörner, zerkleinerte Haselnüsse.

Es gibt diese Mischungen fertig zu kaufen. Dann braucht ihr noch Kokosfett. Bringt das Fett zum Schmelzen und rührt das Futter unter. Gebt ein Schuss Olivenöl dazu, dann bleibt die Masse geschmeidiger und bricht in der winterlichen Kälte nicht so leicht. Nehmt euch einen Joghurtbecher, eine Kokosnussschale, einen Übertopf, eine PET-Packung oder, wie hier im Foto, eine alte Tasse und füllt die Mischung hinein. Nun braucht ihr einen Stock, damit die Vögel sich beim Picken festhalten können. Den steckt ihr in die Masse und lasst alles erkalten. Schnur dran, fertig. Bei Verpackungen ohne Henkel müsst ihr die Schnur vorher einfädeln und dann die Masse einfüllen. Und noch ein Tipp: Für Baumläufer könnt ihr die Masse direkt auf die Baumrinde auftragen.

Tatort Wald – Der Grumsin

Naturführer Roland Schulz mit einer Gruppe in der Kernzone.

Am Wochenende war uns nach Abenteuer zumute. Wir wollten wandern und dabei etwas lernen, staunen und entdecken. Der Natur- und Landschaftsführer Roland Schulz bietet das gewünschte Programm und legt noch eine Schippe obendrauf, indem er den Wald zum Tatort ernennt. An festen Terminen dürfen Naturliebhaber*innen mit dem Autor des Buches „Wildes Leben am großen Strom“ auch die Kernzone – das Naturentwicklungsgebiet des Waldes – betreten und Wissenswertes mit nach Hause nehmen. Während seiner Tour schärft Roland nicht nur den Blick für das Wesentliche, sondern auch für die großen und kleinen Morde, die in einem Wald geschehen.

Moorlandschaft

„Was ist hier passiert?“, fragt Roland die Gruppe und erklärt, wie eine Eiche eine Rotbuche getötet hat aber nach der Tat selbst mit ihr zu Fall gekommen ist. Dumm gelaufen! „Hier ist ein ganz frischer Tatort“, verrät er nach einer Weile und weist auf einen harmlos erscheinenden Pilz, der einem Baum das „Rückgrat“ gebrochen und ihn so ins Jenseits befördert hat. Schnell wird klar: Die Symbiose zwischen Pilz, Baum und Tier kann harmonisch verlaufen oder ein grausames Ende nehmen. Der Wald ist betörend schön und tödlich zugleich. Nichts für Weicheier!

Pilze kommunizieren unterirdisch auch mit ihrer Umgebung.

Wer ebenfalls einmal einen Blick hinter die Kulissen des friedvoll erscheinenden Waldes werfen möchte, kann sich beim Tourismusverein Angermünde über das gesamte Angebot des Landschaftsdetektivs Roland Schulz informieren.

Eiszeit trifft Kunst – gestrandet in Angermünde

Der Künstler Chris Peterson aus den Niederlanden bei der Arbeit mit einem 10 Tonnen schweren Findling.

Ab 2021 werde ich euch mit meiner neuen Kunst-Stadtführung durch Angermünde begleiten. An einer App dazu arbeite ich ebenfalls, die ich jährlich erweitern möchte. Ich freue mich schon auf das App-Projekt und ich freue mich auf euch, wenn ihr mit mir im nächsten Jahr die Kunst in Angermünde entdeckt.

Ton Kalles "Leuchtturm" am Mündesee
„Leuchtturm“, Skulptur des Künstlers Ton Kalle, Niederlande

Ihr wollt mehr von Angermünde sehen? Dann schaut hier: Luftaufnahmen vom Mündesee, Spaziergang am Mündesee, Luftbilder vom Stolper Turm, Angermünde und UMzu.

Upcycling-Vase für blumige Ostergrüße

Den Frühling ins Haus holen

Das machen wir doch alle gerne. Wenn es draußen heller wird und die ersten Blumen ihre Köpfe aus der Erde strecken, dann möchten wir den Frühling mit nach Hause nehmen.
Meine Nachbarin hatte mir diesen tollen Strauß geschenkt, nur hatte ich keine passende Vase für die Blumen. Deshalb habe ich mir ganz schnell eine gebastelt und war von dem Ergebnis so überzeugt, dass ich euch die Idee weiterreichen möchte.

Was ihr braucht:
  • Ein großes Gurkenglas
  • Eine Bäckertüte
  • ein hübsches Band
  • Wasser und Blumen 🙂
Das brauchst du alles
Auch für Geburtstage als zusätzliche Vasen toll geeignet

Bleibt gesund und besucht uns doch mal in der Uckermark.

Woher soll´s der Buntspecht auch wissen?

Füttern, bestaunen, freuen, fotografieren, zählen

Die „Stunde der Wintervögel“ findet alljährlich im Januar statt. Der NABU rief auch in diesem Jahr zur Zählung der gefiederten Gartenfreunde auf. Wer vorher ausreichend für Meisenknödel und Co. gesorgt hatte, wurde nicht nur am Zähltag von den kleinen Gästen besucht. In diesem Jahr waren es hauptsächlich Sperlinge (Spatzen), Meisen und Amseln, die sich an den Futterstellen blicken lassen haben.

Bei uns lief irgendwas schief 🙂

Wir hingegen hatten an unserer Futterstation ganz andere Schnäbel zu stopfen. Der Buntspecht und der Eichelhäher haben die Meisenknödel für sich entdeckt.

Lecker!

Das Füttern ist nicht nur eine große Hilfe für die Tiere, es ist auch für Kinder eine tolle Sache, um die Artenvielfalt der heimischen Vögel kennenzulernen.

Wer hat, der hat!